Wo hilft CAD bei der Pflanzplanung?

Was unterscheidet den Landschaftsgärtner von allen anderen Handwerksberufen? Unter anderem seine Kompetenz, sein Know-how und seine Leidenschaft in Sachen Pflanzen. Und was unterscheidet ein „grünes“ CAD-Programm von allen anderen CAD-Programmen? Genau das gleiche! Wo unterstützt CAD den Fachmann konkret bei Pflanzplanung? Darum geht es in der kleinen Serie „CAD und Pflanzplanung“.

Gut zuhören

Die wichtigste Grundlage für einen gelungenen Gartenentwurf schafft sich der Landschaftsgärtner freilich ohne CAD: Sie heißt „Zuhören“. Was für Wünsche und Vorstellungen hat der Kunde? Welche funktionellen und emotionalen Aufgaben stellt er seinem Garten und seinen Pflanzen? Braucht er z.B. für bestimmte Bereiche Sichtschutz? Sollen Teile des Gartens zum Spielen (Schwimmen / Ausruhen / Sonnenbaden / Feiern) genutzt werden?

Die ersten Schritte

Schnell bekommt der einfühlsame Berater ein sicheres Gespür für die Wunschgarten-Situation. Oft muss er diese Wunschvorstellung erst einmal in Einklang mit den geologischen/klimatischen etc. Realitäten bringen („Auf diesem Untergrund wächst kein Baum…“, „In diesem Klima gedeiht kein Zitronenbäumchen…“). Sinnvoll ist es auch, von Anfang an über das ungefähre Budget zu sprechen, denn oft besteht zwischen dem, was der Kunde investieren will/kann und dem, was zur Umsetzung seiner Ideen realistisch ist, ein riesiger Unterschied. Besser gleich klären, statt aufwändig zu planen, was niemals realisiert werden kann.

Auch die ersten Schritte zu einer gelungenen Pflanzplanung wird jeder Profi allein gehen. Kraft seiner Ausbildung und aus jahrzehntelanger Erfahrung kommt er sehr schnell zu seiner Pflanzen-Vorauswahl.

Inspiration

Doch schon hier, in der Grobplanung, kann DATAflor CAD dem Fachmann viele wertvolle Inspirationen liefern. Beispiel: Der Kunde träumt von einem monochromen Garten und will unbedingt eine blau und violett blühende Pflanzenpracht. Der DATAflor Pflanzen-Manager und die integrierte Pflanzenauswahl liefern zusätzliche Ideen – z.B. nach der Aufforderung „zeige mir Stauden und Gehölze, die zwischen Mai und Juli blau blühen, oder „von lila bis „purpur“.

Der Pflanzen-Manager liefert dem Fachmann Ideen und Inspirationen

 

 

Der erste Entwurf

Die ersten 2-3 Gestaltungsvorschläge werden in Sachen Pflanzenverwendung noch sehr allgemein gehalten sein – gilt es doch erst einmal herauszufinden, welche Art und Anmutung von Pflanzen der Kunde haben möchte, noch bevor man ins Detail geht. Auch hier hilft CAD dem „Gartenverkäufer“: Schraffuren, allgemein gehaltene Pflanzensymbole und stimmungsvolle Pflanzenfotos machen Ideen sichtbar – in guten CAD-Programmen sogar fließend zwischen 2D und 3D. Mit DATAflor CAD „wächst“ ein 2D-Pflanzensymbol auf Knopfdruck in die dritte Dimension und wird automatisch vom schraffierten Kreis zum Baum.

Immer noch geht es darum, die Raumsituation zu klären, noch bevor die Pflanzplanung konkret wird. („Hier könnte ein Kräuterbeet stehen“ statt „hier steht die Pfefferminze“; „hier könnte ein kleiner Baum für Schatten und Kühlung sorgen“ statt „hier steht eine Kirsche“).

Ideen sichtbar machen

In dieser Phase kann CAD zu einem unbezahlbaren Verkaufsinstrument werden: stimmungsvolle Fotos, fotorealistische Pflanzendarstellungen, Blütezeitkalender und automatische 3D-Skizzen machen nicht nur Ideen begreifbar, sondern wecken Sehnsüchte. Gegebenenfalls hilft CAD dem Kunden auch, von unerfüllbaren Wünschen Abstand zu nehmen („So groß wird ein Quercus palustris, dann werden Sie in ein paar Jahren einen ganz schattigen Garten haben.“).

„AutoView-Pflanzen“ verändern ihr Aussehen analog zum ausgewählten visuellen Stil.

Zeit und Arbeit sparen: ein Plan, alle Perspektiven

Irgendwann ist es soweit: der Kunde hat sich für einen Gestaltungsentwurf entschieden, und es gilt, die grobe Planung mit Fleisch zu bewerfen (bzw. mit Obst!). Ausgehend von den Leitgehölzen und Leitstauden bedeckt der Gärtner peu à peu den gesamten Boden des geplanten Gartens mit Pflanzen. Jetzt spielt der Gartengestalter die Stärke von CAD voll aus. Je konkreter die Planung wird, desto größere Hilfe und mehr Zeiteinsparung leistet das CAD-Programm.

Als Basis für die Pflanzplanung und Pflanzenauswahl dient eine professionelle Pflanzenverwendung, die bei DATAflor CAD im Programmumfang enthalten ist. Auch Pflanzenkataloge sind vorhanden, über eine Schnittstelle lassen sich weitere Pflanzenkataloge einbinden bzw. eigene Kataloge anlegen. Mit DATAflor CAD entsteht so in Minutenschnelle ein kompletter Pflanzplan mit Pflanzlegende und Fotos.

Perspektivenwechsel auf Knopfdruck

Der Detailentwurf schaltet per Mausklick um von „Kunde“ auf „Mitarbeiter“: wer auf der Baustelle für die Pflanzarbeiten zuständig ist, bekommt einen Ausführungsplan und sieht sofort die Anzahl der Pflanzen pro Fläche oder pro m². Ein- und derselbe Plan liefert so die Perspektive für den Kunden, für die Arbeitsvorbereitung, für den Absteckplan, für den Einkauf, für die Rechnung etc. Am Ende der Ausführung gibt ein gutes CAD-System eine Pflanzenbilderliste mit Namen, Beschreibungen und Pflegehinweisen aus.

Jahresblütezeitkalender

DATAflor CAD ist in der Lage, in einem Blütezeitkalender schematisch und farblich darzustellen, in welchen Monaten welche Blütenfarben dem Garten seinen Charakter geben. Sowohl der Kunde als auch der Fachmann kann so kontrollieren, ob „farblich immer was los ist im Garten“ – das ist nicht nur ein effektvolles Verkaufswerkzeug, sondern auch ein schönes Abschlusspräsent für den Auftraggeber.

Ein Blütezeitkalender mit RGB-Werten für Blätter und Blüten – automatisch für jeden gewünschten Monat

Autor:

Peter Klumpp

Schulungsleiter

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