Mit Fleiß und Willenskraft in die erfolgreiche Selbstständigkeit

Mit Fleiß und Willenskraft in die erfolgreiche Selbstständigkeit

Ein Mittelständler mit großem Herz

Die Gzimi Garten- und Landschaftsbau GmbH gehört zu den größten Landschaftsbauern für Großbauprojekte der öffentlichen Hand und privaten Bauträgern in Bayern mit Sitz im Münchner Westen. Für Kunden, wie die Landeshauptstadt München, viele Gemeinden im Umkreis, Bauträger und Generalunternehmer realisiert Gzimi Außen- und Parkanlagen, Erdarbeiten, Sportplätze und leistet auch die Pflege der Grünflächen.

Als Gzim Krasniqi mit 17 Jahren vom Kosovo nach Deutschland zum Arbeiten kam, um seine Familie vor dem Hungern zu schützen, ahnte er nicht, dass er 2020 mehr als 200 Mitarbeiter*innen beschäftigen und Projekte mit ein paar Millionen Euro Umsatz ausführen würde.

Johannes Schweiger, Gebietsleiter Süd, begleitet und bewundert Gzim Krasniqi schon seit 13 Jahren. Denn er kennt die bewegende Geschichte hinter dem erfolgreichen Geschäftsmann mit dem großen Herz.  

Eine Kindheit in Armut

Gzim Krasniqi wuchs in sehr armen Verhältnissen im Kosovo auf. Gemeinsam mit seinen Eltern, Großeltern und sieben Geschwistern bewohnte die Familie zu zwölft zwei Zimmer. 
Um pünktlich um 8 Uhr in der Schule zu sein, musste er als Kind schon um 4 Uhr morgens aufstehen, weil der Weg dorthin, den er bei jedem Wetter zu Fuß zurücklegte, so weit war. Auf seinem Weg kam er immer bei einem Bäcker vorbei: „Den Duft der frischen Backwaren habe ich heute noch in der Nase. Aber ich konnte nie etwas kaufen. Dafür hatte ich kein Geld“, erzählt er.  
Mit 7 Jahren arbeitete er auf den Tabakfeldern, mit 13 im Weinberg. Er bestellte mit Pferden die Felder. Seinen Lohn gab er zuhause ab, damit die Eltern seine Geschwister ernähren konnten. Sie lebten von der Hand in den Mund.
Mit 17 Jahren machte sich Gzim Krasniqi auf in die Schweiz um Geld zu verdienen, damit die Familie nicht verhungerte. Sein Vater gab ihm die letzten 100 Mark. Weitere 200 Mark lieh er sich von einem Bekannten. Die 300 Mark waren nötig um an der Grenze zur Schweiz als Tourist zu gelten. Seine Mutter gab ihm für die Reise sechs Zuckerbrötchen mit. Nach 18 Stunden Fahrt kam er in der Schweiz an. An der Grenze wurde er gefragt, was er in der Schweiz will. Seine Antwort: Überleben. Und er werde alle Arbeiten annehmen, die er bekommt, um zu überleben. 

Vom Kosovo nach Deutschland, um sich eine neue Zukunft aufzubauen

Bei einer älteren Dame konnte er den Rasen mähen und Sträucher schneiden. Dabei verdiente er in drei Wochen 280 Franken. Mit dem Geld kaufte er sich ein Bahnticket nach München. Im August 1991 kam er alleine, ohne Sprachkenntnisse und ohne eine müde Mark in der Tasche in München an. 
Als er an einem Supermarkt vorbeikam, hörte er eine Gruppe von Männern in seiner Muttersprache sprechen. Er sprach sie gleich an, ob er mit ihnen kommen konnte. Sie verneinten, er folgte ihnen trotzdem. Es stellte sich heraus, dass sie mit 15 Personen in einem Zimmer wohnten.
Ein älterer Herr, der auch in der Wohnung wohnte, erlaubte ihm dort zu schlafen. Damit musste er nicht auf der Straße schlafen. Als die Männer zur Arbeit gingen machte er die ganze Wohnung, wusch die Wäsche und putzte alle Schuhe. Als die Männer das sahen, wussten sie, dass er arbeiten will und kann. 

Mit Fleiß vom Helfer zum Oberbauleiter

In seinem ersten Jahr in München arbeitete er als Bauhelfer für 5 Mark die Stunde. Er schlief in einem alten VW Bus. Geduscht wurde nur einmal die Woche, weil das Duschen im Volksbad Geld kostete. Durch seinen Fleiß, erhöhte sich sein Stundenlohn auf 11 Mark. Das ganze Geld, das er verdiente, schickte er über Kuriere seiner Familie im Kosovo. 
1992 fing er als Helfer bei einer Baufirma in Gröbenzell an und lernte dort verputzen, mauern und vieles mehr. Der Chef war wie ein Vater zu ihm. Zunächst schlief er in der Garage seines Chefs, der ihm später einen Bauwagen als Unterkunft besorgte. 
1993 bis 2005 arbeitete Gzim Krasniqi bei einem Garten- und Landschaftsbauer, bei dem er sich vom Helfer über Vorarbeiter und Bauleiter zum Oberbauleiter hocharbeitete. 

Ein harter Winter als Sprungbrett

Im September 2005 machte er sich im Bereich GaLaBau selbstständig. Zum Glück kam 2006 ein sehr starker Winter. Er kaufte alle Schneeschippen, die es gab und war pausenlos im Winterdienst im Einsatz – per Hand. Er schlief im Büro neben dem Faxgerät, weil ständig neue Aufträge zum Schneeräumen reinkamen. 2006 machte er bereits 600.000 € Umsatz.
Schnell musste er sein Team personell aufstocken. Mehr Aufträge abzuwickeln, mehr Personal und mehr Maschinen zu koordinieren, erforderten auch mehr Organisation. 

Schritt für Schritt auf Wachstumskurs

Mehr Arbeit bedeutete gleichzeitig mehr Umsatz: „Wir fingen 2005 mit 105 000 Euro Umsatz an. Im nächsten Jahr hatten wir schon eine halbe Million erreicht. Es ging dann weiterhin steil bergauf, sodass wir bis 2018 jährlich mehrere Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten. 2019 waren es mehr als 35 Millionen Euro“, erzählt Gzim Krasniqi stolz.

Herr Krasniqi verstärkte nicht nur das Personal auf den Baustellen. Um noch professioneller arbeiten zu können, baute er auch sein Team im Büro aus, dass sich um die Planung, Abwicklung, Einkauf und Abrechnung kümmert.

„Ohne DATAflor wäre ich nicht dort, wo ich heute bin.“

„Ohne DATAflor wäre ich nicht dort, wo ich heute bin.“

Mit dem Wachstum nahmen die organisatorischen Aufgaben zu. Um das Büro besser zu organisieren und, wie Herr Krasniqi selbst sagt, dass Chaos zu beenden, führte er 2007 die Branchensoftware DATAflor BUSINESS ein. Eine Entscheidung, die er nie bereut hat: „Seit wir DATAflor BUSINESS einsetzen sind alle Angebote ordentlich, die Rechnungen richtig kumuliert, Sicherheitseinbehalte sind korrekt, etc. Ohne DATAflor wäre ich nicht dort, wo ich heute bin.“

Prozesse optimieren und digitalisieren 

Wichtig ist ihm auch die fortlaufende Modernisierung des Unternehmens: „Die Mitarbeiter müssen sehen, dass sich ein Betrieb weiterentwickelt und wächst, dass wir in die Zukunft und in die Arbeitsplätze investieren“, sagt Herr Krasniqi.

Abrechnung mit CAD als Erfolgsfaktor

2012 führte Herr Krasniqi die CAD-Software DATAflor GREENXPERT ein, um Arbeitsaufwände und Übertragungsfehler auf dem Weg von der Zeichnung bis zur Umsetzung auf der Baustelle zu minimieren: „Die Abrechnung mit CAD war noch mal ein riesiger Qualitätssprung. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen als DATAflor.“

Anderen Menschen helfen als Credo

Anderen Menschen helfen als Credo

Obwohl ihn die Arbeit zeitlich sehr einnimmt, hilft er anderen Menschen, die in Not sind wo er kann.
Besonders die Menschen in seiner Heimat liegen ihm sehr am Herzen, speziell diejenigen, die noch immer am Krieg und seinen Folgen leiden. Jedes Jahr zum BAJRAM-Fest bringt er Familien, die in Armut leben, persönlich Geld und Sachgeschenke vorbei. Er baut Häuser für die Ärmsten der Armen und spendet Geld um lebenserhaltende Operationen im Ausland zu ermöglichen. "Ich will etwas zurückgeben. Ich weiß, wie es ist, in Armut aufzuwachsen. Deshalb mache ich alles, um die Not in meinem Heimatland zu lindern.", so Gzim Krasniqi. 

Herzlichen Dank an Gzim Krasniqi für das fesselnde und beeindruckende Gespräch.

Gzim Krasniqi

Firmengründer und Inhaber

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