So halten Sie Ihre Mitarbeiter im Unternehmen

Der Kampf um gute Fachkräfte ist entbrannt und das nicht nur zwischen Ihnen und Ihren Branchenkollegen sondern auch zwischen verschiedenen Branchen. Was können Sie dafür tun, dass Ihre Mitarbeiter mit dem Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen zufrieden sind und bei Ihnen bleiben?

Wir haben 9 Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen helfen, die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter zu erhöhen um sie dadurch an Ihren Betrieb zu binden.
 

1. Freiwillige Lohn- und Gehaltserhöhungen: Wer gut arbeitet, muss auch gut bezahlt werden

Bieten Sie freiwillige Lohn- und Gehaltserhöhungen an, das zeigt Anerkennung und Wertschätzung. Gehen Sie davon aus, dass gute Mitarbeiter Abwerbeangebote von anderen Unternehmen erhalten und beugen Sie lieber vor. Denn bei einer Neueinstellung werden Sie wahrscheinlich noch bessere Angebote machen müssen.
 

2. Gute Arbeitsausstattung: Für gute Arbeit braucht man gutes Werkzeug

Jeder arbeitet gern mit gutem und zuverlässigem Werkzeug. Ist die Arbeitsausstattung Ihrer Mitarbeiter vollständig und in gutem Zustand? Hören Sie zu, wenn Wünsche geäußert werden und versuchen Sie, diese zu erfüllen. Sie können auch jedem Mitarbeiter ein Budget zur Verfügung stellen, über das er selbst entscheiden kann.
 

3. Einheitliche Firmenkleidung: Kleider machen Profis

Eine einheitliche Firmenkleidung schafft Identifikation mit Ihrem Unternehmen und macht auch auf Ihre Kunden einen professionellen Eindruck. Voraussetzung ist, dass Ihre Mitarbeiter sie gerne tragen. Beziehen Sie sie in die Entscheidung ein und versuchen Sie, ihre Wünsche zu berücksichtigen.
 

4. Regelmäßige Weiterbildung: Sichern Sie sich einen Wettbewerbsvorteil

Sorgen Sie für eine regelmäßige Weiterbildung. Davon profitieren Sie mehrfach: Die Arbeitsqualität steigt, Sie können Ihr Leistungsspektrum erweitern und Sie zeigen, dass Ihre Mitarbeiter es Ihnen wert sind.
 

5. Konflikte lösen: Streit verhindern und schlichten

Achten Sie auf Anzeichen schlechter Stimmung. Schlechte Laune ist oft ein Hinweis auf Konflikte, die nicht offen angesprochen werden. Sprechen Sie die betroffenen Mitarbeiter an. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die einer guten Zusammenarbeit im Wege stehen. Bei größeren Problemen kann es sinnvoll sein, externen Rat einzuholen. Bedenken Sie, dass es meist die guten Mitarbeiter sind, die zuerst das Unternehmen verlassen.
 

6. Machen Sie Unterschiede: Jeder Mitarbeiter ist anders

Der Wunsch, gerecht zu sein und alle gleich zu behandeln, kann dazu führen, dass Sie wichtige Unterschiede zwischen Ihren Mitarbeitern übersehen. Nehmen Sie sich die Zeit, jeden Mitarbeiter einmal einzeln zu betrachten. Was ist ihm wichtig? Was motiviert ihn? Was macht ihm Probleme?

Hier ein paar Beispiele, wie Sie verschiedenen Mitarbeitertypen gerecht werden können:
 

  • Herr Baumann möchte klare Anweisungen, hat Angst Fehler zu machen und möchte keine eigenen Entscheidungen treffen. Sorgen Sie dafür, dass Sie für Rückfragen erreichbar sind und legen Sie schon im Vorfeld fest, was er tun soll, wenn Probleme auftreten. Schriftliche Arbeitsaufträge und eine Telefonliste für Rückfragen können ihm mehr Sicherheit geben.
  • Frau Franke ist sehr ehrgeizig und möchte dazulernen. Geben Sie ihr Gelegenheit, sich zu bewähren. Überlassen Sie ihr kleinere Entscheidungen, wenn das möglich ist. Tipp: Schlagen Sie mehrere Lösungsmöglichkeiten vor und überlassen Sie ihr die Wahl.
  • Herr Neuhaus ist ein Familienmensch und möchte pünktlich Feierabend haben. Sprechen Sie ihn darauf an, wenn die Überstunden in der Hochsaison überhand nehmen.  Bedanken Sie sich für seinen Einsatz, vielleicht auch mal mit einem Gutschein für einen Restaurantbesuch mit seiner Familie.

7. Wertschätzung: Haben Sie heute schon gelobt oder Danke gesagt?

Lob und Anerkennung sind wichtige Instrumente, um Mitarbeiter zu motivieren. Loben Sie Ihre Mitarbeiter für ihre Leistungen und zeigen Sie ihnen Möglichkeiten auf, wie sie sich weiterentwickeln können. Hören Sie Ihren Mitarbeitern zu und berücksichtigen Sie dabei auch deren persönliche Wünsche. Und das Beste: es kostet rein gar nichts.
 

8. Gemeinsame Ausflüge: Teamgefühl stärken

Gemeinschaftliche Aktivitäten mit der gesamten Belegschaft, wie Weihnachtsfeiern oder Betriebsausflüge, stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.  Aber auch mit kleinen Dingen, wie einem gemeinsamen Feierabendbier,  können Sie Ihr Team begeistern. Oder überraschen Sie sie doch mal mit Eis im Büro und auf der Baustelle, wenn es heiß ist.
 

9. Wohlfühlfaktor: Betriebliche Gesundheitsförderung

Tun Sie etwas für die Gesundheit Ihrer Belegschaft. Körperliches Wohlbefinden trägt zur Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter bei und reduziert Fehltage. Eine Obst-Flatrate, regelmäßige Herz-Kreislauf-Checks, gemeinsames Rückentraining unter Anleitung in der Frühstückspause oder ein Zuschuss für das lokale Fitnessstudio sind einfach zu realisieren. Fragen Sie auch bei den Krankenkassen nach, die oft spezielle Angebote haben.

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